Category Archives: Handball

Galerie

Titel verteidigt: Landesmeisterschaften Handball weibliche D-Jugend

Am Wochenende fanden die Landesmeisterschaften im Handball der Altersklasse D weiblich in Cottbus statt. Die Mannschaft der SSV PCK 90 Schwedt, die letztes Jahr sensationell den Titel gewonnen hatte, startete als Favorit neben dem HSV Falkensee 04 und dem Frankfurter HC. Insgesamt hatten 9 qualifizierte Mannschaften den Weg nach Cottbus angetreten: Zu den Genannten kamen der HSC Cottbus, MTV Altlandsberg, Union Neuruppin, HC Angermünde, G.-W. Finsterwalde und Teltow/Ruhlsdorf. Spannung lag schon vor Beginn der Spiele in der Luft, als es per Losentscheid um die Staffeleinteilung ging. Dann kam es, wie viele befürchtet hatten: Die Favoriten landeten alle drei in einer Staffel, womit einer des Trios das Halbfinale verpassen müsste. Zusätzlich wurden Altlandsberg und Cottbus in die Schwedter Staffel gelost.

Im ersten Spiel trafen die SSV-Mädchen auf den MTV Altlandsberg. In der ungewohnten Favoritenrolle taten sich die Mädchen schwer und es gab einen zähen Beginn. Bald stellte sich jedoch heraus, dass die Randberliner kein ernsthafter Konkurrent waren. Nach einem 5:0 zur Pause gelang den Oderstädterinnen ein sicherer 11:1-Erfolg. Im zweiten Spiel kam es dann zum ersten Showdown gegen den HSV Falkensee 04. Jetzt musste sich zeigen, ob man dem Druck standhalten würde. Nach dem 1:0 und dem 2:1 für Schwedt lief aber so gut wie nichts mehr zusammen. Sehr nervös und hektisch agierend fehlten dem Schwedter Spiel Ruhe und Entschlossenheit. Nachdem es zur Pause 3:2 für Falkensee stand, erfüllte sich die Hoffnung auf Besserung in der zweiten Partiehälfte nicht. Die Schwedterinnen konnten nie ihr Leistungsvermögen abrufen und gingen am Ende mit einer herben 5:8-Niederlage vom Platz.

Damit musste man das kommende Spiel gegen den Frankfurter HC unbedingt gewinnen, damit sich die Ambitionen der Schwedter nicht schon am Vormittag in Luft auflösen würden. Ein Ausscheiden in der Vorrunde wollten die Mädchen unbedingt vermeiden und gingen somit besonders motiviert in die dritte Partie des Tages. Bis zum 2:2 spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe, erst dann gelang ein 4:2-Vorsprung, der zunächst leichtsinnig wieder verspielt wurde, dann aber in eine 6:5-Pausenführung umgemünzt werden konnte. Man merkte den Schwedterinnen an, dass sie den Sieg energischer wollten als noch zuvor und nach der Pause ging es mit einem kleinen Zwischenspurt bis auf 8:6 voran. Zwar konnten die Frankfurterinnen dann noch einmal verkürzen, doch mit dem 10:7 gelang die Vorentscheidung für den späteren 10:8-Erfolg.

Die Hoffnungen auf das Halbfinale blieben bewahrt; jedoch waren im letzten Gruppenspiel viele Tore notwendig, um das eventuell entscheidende Torverhältnis aufzubessern. In einer verkrampften Startphase (4:4) gelang zunächst jedoch kein entscheidender Vorteil und bei einer Spielzeit von nur zwei mal 10 Minuten musste dringend etwas unternommen werden. Die Schwedterinnen gingen zur offensiven Manndeckung über, überraschten so den Gegner und erzielten Tor auf Tor. Am Ende stand ein klarer 13:5-Sieg zu Buche. Damit stand die Konkurrenz unter Druck, denn Frankfurt hätte im abschließenden Gruppenspiel gegen die bereits qualifizierten Mädchen aus Falkensee einen Sieg mit mindestens sechs Toren Differenz benötigt. Das gelang jedoch nicht (8:8), was für Schwedt das Halbfinale bedeutete, indem nun der Gruppenerste der anderen Staffel, Teltow/Ruhlsdorf, wartete.

Teltow/Ruhlsdorf, mit einem Spiel weniger belastet, da weniger Mannschaften in ihrer Staffel waren, zeigte von der ersten Minute an, dass sie nicht gewillt waren, den Schwedterinnen den Sieg kampflos zu überlassen. Es entwickelte sich ein interessantes Spiel mit vielen guten Szenen auf beiden Seiten. Die Ruhlsdorferinnen warteten in ihrem Spiel mit einem starken linken Flügel auf und einer sehr großen wendigen Kreisläuferin. Trotzdem gelang Schwedt nach dem 1:2 das 3:2 und später das 5:3. Der 5:4-Pausenstand ließ noch spannende Minuten für die zweite Halbzeit erwarten. So konnte keine Mannschaft sich entscheidend absetzen und bis zum 8:8 war alles offen. In der letzten Minute fiel dann das 9:8-Siegtor für Schwedt; viel Dramatik in den Schlusssekunden, und unter lautem Jubel der Fans, war das Finale erreicht.

Falkensee schaffte im anderen Halbfinale einen sicheren Sieg gegen die nach der Pause überforderten Mädchen aus Finsterwalde. So kam, was viele erwartet hatten, im Finale erneut Schwedt gegen Falkensee. Hierfür hatten sich die Oderstädterinnen eine Wiedergutmachung ihrer Leistung aus der Vorrunde vorgenommen. Zusätzlich stand im Raum, wer hatte die letzten fünf Spiele besser verkraftet. Zunächst sah alles nach einer Wiederholung des ersten Spieles aus. Nach vier Minuten führte Falkensee mit 3:0. Doch schon in dieser Phase war zu spüren, dass die Schwedterinnen sich nicht kampflos ergeben würden. Mit hoher Laufbereitschaft und einer immer besser werdenden Deckungsarbeit konnten sie auf 2:3 und 3:4 verkürzen. Beim 4:4 kurz vor der Pause rasten die Schwedter Fans und es lag das Machbare in der Luft. Die zweite Halbzeit zeigte dann die ganze Reife der Oderstädterinnen, das gewachsene Selbstbewusstsein und der bessere Spielgedanke. Mit überlegener Athletik, Falkensee war stehend K.O., wurde der Gegner überraschend klar in die Knie gezwungen. Falkensee gelang kein Tor mehr und unter dem frenetischen Jubel der Anhänger aus Schwedt und Angermünde wurde das Finale sicher mit 8:4 gewonnen.

Fazit: Ein schwer erkämpfter Meistertitel, der am Ende verdient errungen wurde. Angermünde, unter anderen Voraussetzungen gestartet, erreichte am Ende einen guten siebten Platz.

 

Für Schwedt spielten: Luzie Luckow, Elisa Schmidt, Sarah Kolenda, Olivia Bresinske, Rebecca Johs, Caroline Meißner, Michelle Lindner, Jolina Wendt, Jenny Orlob, Celina Hagedorn, Xenia Beiersdorf, Rieke Pest und Gina Gothow.

 

Steffen Marschalek

Galerie

Mit Saisonbestleistung zur Nr. 1 im Land

Am Sonntag fand die Landesbestenermittlung Brandenburg der weibl. Jugend E in Doberlug-Kirchhain statt. Zu den Favoriten gehörten die Mannschaften aus Frankfurt, Falkensee (Titelverteidiger), Oranienburg, Doberlug-Kirchhain und Schwedt. Zu den genannten Teams kamen noch Ruhland, Fredersdorf und Potsdam hin zu, so dass insgesamt 8 Mannschaften um den Landesmeister stritten. Damit war klar, dass nur die Mannschaft gewinnen wird, die den stärksten Kampf- und Siegeswillen hat.

Mit der besten Saisonleistung 2012/13 konnte sich das Team der weibl. Jugend E des SSV PCK 90 Schwedt den Gesamtsieg sichern.

Bereits zu Beginn des Turniers stand die spannende Frage, in welcher Gruppe würden die Stärksten sein. Die Vorrundengruppen wurden ausgelost. Das Schwedter Team traf in ihrer Gruppe auf Frankfurt, Ruhland und Falkensee.

Im ersten Vorrundenspiel traf die SSV auf den Frankfurter HC. Trotz der schnellen 1:0 Führung für den FHC, stand auf Schwedter Seite eine stabile Abwehr im Vordergrund. Somit erarbeiteten sich die Oderstädter gute Torchancen, die jedoch noch nicht genutzt wurden (2 gescheiterte Strafwürfe). In der 4. Spielminute fiel dann der überfällige Ausgleich der Schwedter. Das SSV-Team konnte sofort nachlegen zum 2:1. Doch auch Frankfurt kämpfte und erzielte das 2:2 (10. Min.). Bei einer Spielzeit von nur 15 Minuten, wurde es nun spannend. Blieb es beim Unentschieden oder gelang noch ein Treffer? Mit viel Einsatz gelang den Schwedter der Siegtreffer in der 12. Minute zum 3:2. Damit startete die SSV mit einem Sieg in diesem Turnier.

Danach war die Mannschaft aus Ruhland der nächste Gegner der Schwedter Mädels. Sehr schnell fiel das 1:0 für Schwedt. Mit einer guten Abwehrarbeit und einem schnellen Spiel zum gegnerischen Tor bauten die Uckermärkerinnen ihre Führung aus. Am Ende stand ein deutlicher 12:1 – Sieg zu Buche. Damit war Schwedt schon für das Halbfinale qualifiziert.

Im letzten Gruppenspiel, gegen den HSV Falkensee, ging es um Platz 1 in der Vorrundengruppe. Falkensee hatte auch Ruhland und Frankfurt besiegt.

Es wurde ein sehr spannendes Spitzenspiel, mit viel Kampf auf beiden Seiten. Das Schwedter Team ging mit 1:0 in Führung. Falkensee antwortete und beim 2:3 war Falkensee in Front. Diesmal antworteten die SSV-Mädel schnell und waren mit 4:3 vorn. Den Schwedter gelang in der 12. Spielminute sogar das 5:3. Doch dies war noch nicht das Endergebnis. Falkensee kam auf 5:4 heran und nun wurde es turbulent. Erst 10 Sekunden vor Spielende gelang der 5:5 – Ausgleich für Falkensee. Damit war Falkensee, auf Grund des besseren Torverhältnis, Gruppenerster und Schwedt Zweiter in der Gruppe.

In der anderen Gruppe hatten sich, wie erwartet, Doberlug-Kirchhain und Oranienburg für das Halbfinale qualifiziert.

Im ersten Halbfinale traf das SSV-Team auf die Gastgeber aus Doberlug-Kirchhain. Schwedt dominierte dieses Spiel und lag bereits in der 10. Minute mit 8:2 in Front. Somit konnten alle Spielerinnen eingewechselt werden. Mit einem 9:5 – Sieg zogen die Uckermärkerinnen souverän ins Finale.

Im anderen Halbfinale hatte Falkensee viel Mühe und Oranienburg stand kurz vor einer Sensation, da Falkensee als Favorit galt. Dennoch gelang den Falkenseerinnen der Finaleinzug.

Das Spiel um Platz 3 gewannen die Mädels vom Oranienburger HC.

Im Finale standen nun der Titelverteidiger Falkensee und der vorjährige Vizemeister Schwedt. Es sollte ein typisches Spitzenspiel, mit hohem kämpferischem Einsatz, werden. Gegenüber dem Gruppenspiel gelang diesmal Falkensee die 1:0 – Führung. Hochmotiviert hielt das Schwedter Team dagegen und traf zum Ausgleich. Schwedt wollte nicht wieder einen sicher geglaubten Sieg hergeben. Nach 4 Minuten lagen die Oderstädter mit 2:1 vorn. Auf beiden Seiten wurde verbissen um den Ball gekämpft.

Nach dem 3:3 – Ausgleich traf diesmal Falkensee zweimal (3:5). Bis zum 5:5 glaubten die Zuschauer an einem Sieg von Falkensee. Doch das SSV-Team ging sogar in der 13. Spielminute mit 6:5 in Führung. Falkensee erhielt im Gegenzug einen Strafwurf zugesprochen. Die Halle bebte. Der Ausgleich zum 6:6 fiel. Noch war eine Minute zu Spielen. Beim Unentschieden wäre ein Sieben-Meter-Werfen  fällig.

Falkensee im Ballbesitz. Trotz starker Schwedter Deckungsarbeit konnte Falkensee aufs Tor werfen. Gehalten. Gegenangriff für Schwedt. 3 Sekunden vor Spielende fällt der Siegestreffer für Schwedt zum 7:6 – Endstand.

Riesen Jubel gab es nun bei den Schwedter Mädels und den zahlreichen mitgereisten Eltern. Mit einer enormen Energieleistung, starker Kampfkraft, hoher Einsatzbereitschaft und eines unbändigen Siegeswillen hat die E-Jugend des SSV, nach 2011, zum zweiten Mal die Landesmeisterschaft in die Uckermark geholt.

Damit geht eine, nicht einfache, aber sehr erfolgreiche Handballsaison zu Ende.

Ein großes Dankeschön geht an alle Eltern und den vielen Unterstützern des Schwedter Handballs.

Für Schwedt spielten:  Celine Schmidt – Manja Stobke, Amelie Seidel, Josie Bettin, Elisa Schmidt, Melina Beutler, Alina Berckner, Anny Koch, Paula Friedrichs, Vanessa Grunow, Vivien Högelow, Hannah Paperlein

Steffen Goß

Galerie

Saison toll abgeschlossen

Am letzten Wochenende startete die weibliche Jugend – D, Handball, der SSV PCK 90 Schwedt/0, als Landesmeister des Bundeslandes Brandenburg, beim höchst dotierten Turnier dieser Altersklasse in Wismar. Das Teilnehmerfeld bestand aus allen Landesmeistern und den Zweitplatzierten der Landesmeisterschaften der neuen Bundesländer und Berlin. In zwei Staffeln zu je sechs Mannschaften ging es darum an zwei Tagen den Nordostdeutschen Meister zu ermitteln.

Den Auftakt hatten die Schwedter Mädchen gegen den Gastgeber, die TSG Wismar. Hoch motiviert kämpften sich die Oderstädterinnen in das Spiel und nach wenigen Minuten war erkennbar, dass Wismar dem Druck des Brandenburgmeisters nicht viel entgegenzusetzen hatte. Am Ende ein sicherer 19:8-Sieg. Im zweiten Spiel wartete der Vizemeister aus Berlin, die SG Hermsdorf – Waidmannslust auf die Schwedterinnen. Die ersten Minuten verliefen ausgeglichen, waren die Berlinerinnen körperlich recht gut bestellt. Dann setzte sich aber das schnellere – und dynamischere Spiel der SSV – Mädchen durch und es konnte ein 13:8-Sieg erkämpft werden. Im dritten Spiel ging es schon um den Einzug in die Endrunde. Der Vizemeister aus Sachsen, die MSG Zwickau, war der nächste Gegner. Zwickau, eine sehr ausgeglichen besetzte Mannschaft, spielte mit den Schwedterinnen auf Augenhöhe. Mit einer starken Torwartleistung schaffte es Zwickau das Spiel offen zu gestalten. Am Ende ein verdientes Unentschieden, 10:10 und fast schon die Endrunde für die Schwedterinnen. Das vierte Spiel bescherte dem Brandenburgmeister den Meister von Sachsen/Anhalt und Mit – Turnierfavoriten, die Spielgemeinschaft Magdeburg/Barleben. Bis zur Pause, 8:8, ein sehr ausgeglichenes Spiel. In der zweiten Halbzeit eine überzeugende Leistung der Oderstädterinnen, die deutlich zeigten, dass sie den Sieg unbedingt wollten. Am Ende enttäuschte Magdeburgerinnen, die mit 13 : 9 unterlagen. Mit diesem Sieg war die Endrunde erreicht, trotzdem wartete im letzten Spiel des Tages noch der Meister von Thüringen, die SV Nordhausen. Bis zum 3:5 taten sich die Schwedterinnen schwer und mussten erst ins Spiel finden. Zur Pause aber schon die 8:5-Führung und am Ende ein sicherer 15:10-Erfolg. Großer Jubel bei der Mannschaft und ihren Fans, ging man nun mit drei Punkten in die Endrunde, begleitet von Zwickau und Nordhausen. Aus der anderen Staffel hatten sich der HC Empor Rostock, die SG Grün – Weiß Schwerin und der Topfavorit HC Leipzig qualifiziert. Das erste Spiel des Tages bestritten die Schwedterinnen gegen Rostock, Meister von Mecklenburg/Vorpommern. Eine von den Oderstädterinnen sehr engagierte geführte Partie, galt es doch die körperlichen Nachteile auszugleichen. Durch ihre Vorteile in der Schnelligkeit und im Spielverhalten wurde Rostock sicher mit 10:4 besiegt. Im zweiten Spiel konnten sich die SSV – Mädchen bereits die Silbermedaille sichern. Entsprechend angespannt und aufgeregt gingen sie in die Partie, gegen den Vizemeister von Mecklenburg/Vorpommern, SV Grün – Weiß Schwerin. Bis zur Pause ein sehr umkämpftes Spiel, da auch Schwerin seine Medaillenchancen wahren wollte. Nach der Pause ein starker Zwischenspurt des Meisters aus Brandenburg zum 10:6. Schwerin konnte sich nicht mehr steigern und das 11:9 ein verdienter Sieg für Schwedt/0. Grenzenloser Jubel bei den Fans und in der Mannschaft, hatte man doch das Ziel – Erreichen der Endrunde – gekrönt. Im letzten Spiel des Tages wartete der hohe Favorit, der HC Leipzig, auf die Schwedterinnen. Die Leipzigerinnen, eine perfekte Mannschaft, stellte schnell die Zeichen auf Sieg. Mit 13:6 wurden die Schwedterinnen unter Wert besiegt, in einer Partie, in die sie nie richtig hineinfanden. Trotzdem ein sympathischer Sieger aus Leipzig und für Schwedt/0 die Gewissheit, ein überragendes Turnier gespielt zu haben.

Es spielten: Luzie Luckow; Olivia Bresinske; Jolina Wendt; Gina Gothow; Sarah Kolenda; Rebecca Johs; Caroline Meißner; Michelle Lindner; Jenny Orlob; Celina Hagedorn; Xenia Beiersdorf; Elisa Schmidt

Steffen Marschalek

Galerie

Titel verteidigt: Landesmeisterschaften Handball weibliche D-Jugend

Am Wochenende fanden die Landesmeisterschaften im Handball der Altersklasse D weiblich in Cottbus statt. Die Mannschaft der SSV PCK 90 Schwedt, die letztes Jahr sensationell den Titel gewonnen hatte, startete als Favorit neben dem HSV Falkensee 04 und dem Frankfurter HC. Insgesamt hatten 9 qualifizierte Mannschaften den Weg nach Cottbus angetreten: Zu den Genannten kamen der HSC Cottbus, MTV Altlandsberg, Union Neuruppin, HC Angermünde, G.-W. Finsterwalde und Teltow/Ruhlsdorf. Spannung lag schon vor Beginn der Spiele in der Luft, als es per Losentscheid um die Staffeleinteilung ging. Dann kam es, wie viele befürchtet hatten: Die Favoriten landeten alle drei in einer Staffel, womit einer des Trios das Halbfinale verpassen müsste. Zusätzlich wurden Altlandsberg und Cottbus in die Schwedter Staffel gelost.

Im ersten Spiel trafen die SSV-Mädchen auf den MTV Altlandsberg. In der ungewohnten Favoritenrolle taten sich die Mädchen schwer und es gab einen zähen Beginn. Bald stellte sich jedoch heraus, dass die Randberliner kein ernsthafter Konkurrent waren. Nach einem 5:0 zur Pause gelang den Oderstädterinnen ein sicherer 11:1-Erfolg. Im zweiten Spiel kam es dann zum ersten Showdown gegen den HSV Falkensee 04. Jetzt musste sich zeigen, ob man dem Druck standhalten würde. Nach dem 1:0 und dem 2:1 für Schwedt lief aber so gut wie nichts mehr zusammen. Sehr nervös und hektisch agierend fehlten dem Schwedter Spiel Ruhe und Entschlossenheit. Nachdem es zur Pause 3:2 für Falkensee stand, erfüllte sich die Hoffnung auf Besserung in der zweiten Partiehälfte nicht. Die Schwedterinnen konnten nie ihr Leistungsvermögen abrufen und gingen am Ende mit einer herben 5:8-Niederlage vom Platz.

Damit musste man das kommende Spiel gegen den Frankfurter HC unbedingt gewinnen, damit sich die Ambitionen der Schwedter nicht schon am Vormittag in Luft auflösen würden. Ein Ausscheiden in der Vorrunde wollten die Mädchen unbedingt vermeiden und gingen somit besonders motiviert in die dritte Partie des Tages. Bis zum 2:2 spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe, erst dann gelang ein 4:2-Vorsprung, der zunächst leichtsinnig wieder verspielt wurde, dann aber in eine 6:5-Pausenführung umgemünzt werden konnte. Man merkte den Schwedterinnen an, dass sie den Sieg energischer wollten als noch zuvor und nach der Pause ging es mit einem kleinen Zwischenspurt bis auf 8:6 voran. Zwar konnten die Frankfurterinnen dann noch einmal verkürzen, doch mit dem 10:7 gelang die Vorentscheidung für den späteren 10:8-Erfolg.

Die Hoffnungen auf das Halbfinale blieben bewahrt; jedoch waren im letzten Gruppenspiel viele Tore notwendig, um das eventuell entscheidende Torverhältnis aufzubessern. In einer verkrampften Startphase (4:4) gelang zunächst jedoch kein entscheidender Vorteil und bei einer Spielzeit von nur zwei mal 10 Minuten musste dringend etwas unternommen werden. Die Schwedterinnen gingen zur offensiven Manndeckung über, überraschten so den Gegner und erzielten Tor auf Tor. Am Ende stand ein klarer 13:5-Sieg zu Buche. Damit stand die Konkurrenz unter Druck, denn Frankfurt hätte im abschließenden Gruppenspiel gegen die bereits qualifizierten Mädchen aus Falkensee einen Sieg mit mindestens sechs Toren Differenz benötigt. Das gelang jedoch nicht (8:8), was für Schwedt das Halbfinale bedeutete, indem nun der Gruppenerste der anderen Staffel, Teltow/Ruhlsdorf, wartete.

Teltow/Ruhlsdorf, mit einem Spiel weniger belastet, da weniger Mannschaften in ihrer Staffel waren, zeigte von der ersten Minute an, dass sie nicht gewillt waren, den Schwedterinnen den Sieg kampflos zu überlassen. Es entwickelte sich ein interessantes Spiel mit vielen guten Szenen auf beiden Seiten. Die Ruhlsdorferinnen warteten in ihrem Spiel mit einem starken linken Flügel auf und einer sehr großen wendigen Kreisläuferin. Trotzdem gelang Schwedt nach dem 1:2 das 3:2 und später das 5:3. Der 5:4-Pausenstand ließ noch spannende Minuten für die zweite Halbzeit erwarten. So konnte keine Mannschaft sich entscheidend absetzen und bis zum 8:8 war alles offen. In der letzten Minute fiel dann das 9:8-Siegtor für Schwedt; viel Dramatik in den Schlusssekunden, und unter lautem Jubel der Fans, war das Finale erreicht.

Falkensee schaffte im anderen Halbfinale einen sicheren Sieg gegen die nach der Pause überforderten Mädchen aus Finsterwalde. So kam, was viele erwartet hatten, im Finale erneut Schwedt gegen Falkensee. Hierfür hatten sich die Oderstädterinnen eine Wiedergutmachung ihrer Leistung aus der Vorrunde vorgenommen. Zusätzlich stand im Raum, wer hatte die letzten fünf Spiele besser verkraftet. Zunächst sah alles nach einer Wiederholung des ersten Spieles aus. Nach vier Minuten führte Falkensee mit 3:0. Doch schon in dieser Phase war zu spüren, dass die Schwedterinnen sich nicht kampflos ergeben würden. Mit hoher Laufbereitschaft und einer immer besser werdenden Deckungsarbeit konnten sie auf 2:3 und 3:4 verkürzen. Beim 4:4 kurz vor der Pause rasten die Schwedter Fans und es lag das Machbare in der Luft. Die zweite Halbzeit zeigte dann die ganze Reife der Oderstädterinnen, das gewachsene Selbstbewusstsein und der bessere Spielgedanke. Mit überlegener Athletik, Falkensee war stehend K.O., wurde der Gegner überraschend klar in die Knie gezwungen. Falkensee gelang kein Tor mehr und unter dem frenetischen Jubel der Anhänger aus Schwedt und Angermünde wurde das Finale sicher mit 8:4 gewonnen.

Fazit: Ein schwer erkämpfter Meistertitel, der am Ende verdient errungen wurde. Angermünde, unter anderen Voraussetzungen gestartet, erreichte am Ende einen guten siebten Platz.

 

Für Schwedt spielten: Luzie Luckow, Elisa Schmidt, Sarah Kolenda, Olivia Bresinske, Rebecca Johs, Caroline Meißner, Michelle Lindner, Jolina Wendt, Jenny Orlob, Celina Hagedorn, Xenia Beiersdorf, Rieke Pest und Gina Gothow.

 

Steffen Marschalek